RegioConsult

kran_webseite

Auswirkungen von Verwaltungshandeln auf die Bauwirtschaft in Berlin - regionalwirtschaftliche und betriebliche Effekte

Ineffizientes Verwaltungshandeln durch die Behörden der Stadt Berlin stellt ein bedeutendes Hemmnis für die Entwicklung von Handwerk und gewerblicher Wirtschaft in Berlin dar. Insbesondere im Bereich der verkehrsrechtlichen Anordnungen kommt es zu erheblichen Verzögerungen und somit zu hohen Belastungen und Wertschöpfungsverlusten für die Berliner Bauwirtschaft.

Handwerkskammer und Fachgemeinschaft Bau nahmen sich dieses Themas an und beauftragten regioconsult mit der Erarbeitung einer Studie zu den negativen regionalwirtschaftlichen Effekten. Die Untersuchung identifiziert in ausgewählten Bereichen - bei der verzögerten Erteilung wirtschaftsrelevanter Genehmigungen einerseits und bei der Ausschöpfung bereitgestellter öffentlicher Mittel für Baumaßnahmen andererseits – systematisch signifikante negative Effekte. Auswirkungen auf die Bauwirtschaft werden quantifiziert und darüber hinausgehende regionalwirtschaftliche Effekte dargestellt. Auf dieser Basis werden bislang nicht realisierte Wertschöpfungspotenziale der Berliner Wirtschaft aufgezeigt.

Die Ergebnisse der Studie basieren auf einer Auswertung von statistischen Informationen, auf zwei schriftlichen Befragungen von mehr als 50 Bau- und 11 Wohnungsunternehmen sowie auf den Ergebnissen von 75 Gesprächen mit Unternehmen, Verwaltungsstellen, Institutionen und Experten.

Die Ergebnisse des Gutachtens stellte Uwe Luipold am 15. März 2016 im Rahmen einer Pressekonferenz von Handwerkskammer und Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg vor.

Den Brechnungen zufolge lassen sich die Gesamtkosten, die den Unternehmen der Bauwirtschaft im Zusammenhang mit den Verzögerungen bei den Genehmigungen jährlich entstehen, auf rund 38 Mill. Euro beziffern. Damit verbunden sind auch bis zu zehn Mill. Euro an Steuereinnahmen, die dem Land Berlin als Gewerbe-steuer oder Einkommensteueranteil entgehen. Auch die nicht ausgeschöpften öffentlichen Baumittel beeinflussen die Entwicklung des Baugewerbes: Bei vollständiger Ausschöpfung der eingestellten öffentlichen Mittel wären in Berlin maximal eine zusätzliche Bruttowertschöpfung von rund 162 Mill. Euro, 2.300 Arbeitsplätze sowie zusätzliche Steuereinnahmen in Höhe von 17 Mill. Euro möglich gewesen.

Über die Ergebnisse der Studie bericheten u.a. die Berliner Zeitung, die Berliner Morgenpost, der Tagesspiegel sowie Meistertipp und Baulinks.

Für weiterführende Informationen wenden Sie sich bitte an Herrn Simon Argus.

Projektlaufzeit: Juni 2015 bis Dezember 2015.