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25.01.2018 | Studie im Auftrag der TSB: Mehr Innovation durch öffentliche Beschaffung

innovation coverbildKann die Berliner Verwaltung mit ihren Ausgaben die Innovationskraft der Wirtschaft in der Stadt stärken?

Dieser Frage sind wir im Auftrag der Technologiestiftung Berlin nachgegangen. Dazu waren zunächst Umfang und Struktur der Beschaffungstätigkeit der öffentlichen Hand zu analysieren und im zweiten Schritt zu untersuchen, ob – und wenn ja wie – die Impulse auf die innovationsaktiven Bereiche der Wirtschaft verstärkt werden können.

Die Ausgangssituation ist bemerkenswert: Die öffentliche Hand ist direkt und über seine verschiedenen Eigenbetriebe und Beteiligungen mit einem Auftragsvolumen von 4,4 bis 4,8 Mrd. Euro pro Jahr einer der wichtigsten Auftraggeber der Wirtschaft in der Region. In ihrem ersten Teil befasst sich die Analyse u.a. mit der Differenzierung der Aufgaben nach Wirtschaftsbereichen und Produkten. Dabei zeigte sich wenig überraschend, dass vor allem die regionale Bauwirtschaft von den Vergaben der öffentlichen Hand stark profitiert.

Im Zentrum der Analyse stand der Zusammenhang von Vergaberecht und Strukturen der Beschaffung im Land Berlin einerseits sowie innovativen Produkten bzw. Verfahren und deren Weg zur Marktrelevanz auf der anderen Seite.

Zu den zentralen Ergebnissen gehören insbesondere die Forderung nach Zentralisierung der bislang in großen Teilen dezentralen öffentlichen Vergabe, eine bessere Ausrichtung der Strukturen auf Start-up Unternehmen und Innovatoren als mögliche Auftragnehmer öffentlicher Aufträge sowie die Professionalisierung der Beschaffungsstrukturen und die systematische Stärkung der Beschaffung von Innovationen durch strukturelle Veränderungen statt einer Fokussierung auf einzelne innovative Branchen.

Die Studie basiert auf einer Analyse der öffentlichen Haushalte, der unterschiedlichen Vergabeverfahren sowie zahlreichen Interviews mit Experten aus Verwaltung und  Wirtschaft.

Mehr Informationen zur Studie auf der Projektseite.